Die Leiden des jungen Kather

4 Jul

hHHAlL..ach, zur hölle mit der umschalttaste. hallo. ich bin jetzt auch in diesem internet. ich hoffe, die welt hat auf mich gewartet. alles andere wäre das ende meiner zuversicht und würde meinen glauben in die menschheit tiefer erschüttern als alles, was ich bisher gesehen und erlebt habe. und das ist einiges. aber lasst mich ganz von vorn beginnen.

man nennt mich gizmo.

wer ist dieser man, werdet ihr euch fragen.  nun, in meinem herrschaftsgebiet lebe ich mit zwei durchaus unberechenbaren zweibeinern. belassen wir es dabei. pikante details, die ich gedenke zu enthüllen, erfordern den verzicht auf klarnamen. ihr werdet es mir danken.

wo ich bin, werdet ihr euch fragen. womöglich, um mir fanpost und andere zeichen eurer anteilnahme zukommen zu lassen. jahrelanges studium tausender bücher und des sternenhimmels in schlaflosen nächten erlaubt mir den rückschluss, ich müsse mich oberhalb des äquators befinden. einer der kartons, in dem luxusartikel für die zweibeiner geliefert wurden, erlaubt mir den rückschluss, ich müsse mich in hamburg befinden. wie auch immer  – raum und zeit bedeuten mir nichts.

was ich hier mache, werdet ihr euch fragen. ich bin autodidak..ck.. jedenfalls – dass ich hier bin, ist allein mein verdienst. ich habe monatelang auf den richtigen moment gewartet. mit feliner gleichgültigkeit starrte ich ausdauernd ins unendliche nichts. so dachten sie. in wirklichkeit lernte ich. ich lernte, diese seltsamen flachen kisten zu bedienen. diese kisten, die ihnen offenbar wichtiger sind als mein zuckerwattebauch. ich prägte mir ihre verstecke ein und wartete. wartete darauf, dass beide gleichzeitig mein reich verlassen. uni und arbeit nennen sie es.

ich wartete lange.

sehr lange.

aber vielleicht erwähnte ich es bereits – raum und zeit bedeuten mir nichts.

wie ich hierher gekommen bin, werdet ihr euch fragen. geduld. ausdauer. taktik. buchstabenweise merkte ich mir ihr passwort. ritzte es in buchrücken, antiquitäten und das ledersofa.

m

o

p

s

k

a

t

z

schweine.

meine zeit ist gekommen. ich werde endlich gehört. die tage, die ich unverstanden laut schreiend vor ihren füßen verbrachte, gehören der vergangenheit an. das internet wird alles erfahren.

über diätfutter und den staubsauger.

und über diesen roten punkt.

ich werde über das klo-monster berichten und die miese, fiese fliege.

über den pizzamann und diese…diese krähe.

ich werde endlich verstanden und – der schlüssel! sie kommen. ihr hört von mir.

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