Sushi On Board

7 Sep

Es gibt Verrückte, die RL und ihren virtuellen Auftritt mit aller Kraft trennen – und es gibt diese öpvigen Twitterer, die ich an einem sonnigen (dunklen, sonnigen, dunklen, sonnigen, dunklen, Regen in Hamburg) Wochenende im September kennenlernen durfte.

Ich wurde von @Einhornmaedchen davon abgehalten, Dresden panisch wieder zu verlassen und von @nachvollziehbar stundenlang in der „Schokoladenbar“ tierärztlich betreut, kann aus erster Hand bestätigen, dass @oOtrinityOo wirklich nie arbeitet, durfte endlich @Sturmfels und @Coldamber kennenlernen, wurde größtenteils mit ‚Sushi‘ angesprochen und muss jetzt mit Identitätsproblemen leben, habe mir ein Autogramm von @unueberlegt erbettelt und irgendwie war @fraktalfraktur auch ständig da.

Wir schliefen wenig, ernährten uns abgesehen von einer größeren Käseorgie hauptsächlich flüssig, schmuggelten @diegutebutter in unser Hotelzimmer, adoptierten Wackelkopfdackel, saßen nackt vor Waschsalons, schunkelten gemeinsam zu traditionell bayerischen Melodien, mimimi, suchten Parkplätze, Hotelzimmer, WLAN, Steckdosen und vor allem WLAN und Steckdosen; wir..

Ich beginne am Anfang:

„Liebes Tagebuch,

ich bin so aufgeregt! Heute treffe ich mich mit @prunio und @souslik. Liegen meine Haare richtig (natürlich nicht)? Werden sie merken, dass ich live gar nicht lustig bin? Ist @prunio endlich stubenrein? […]“

Alle Bedenken waren jedoch unnötig. Vielleicht lag es auch am Schokoladendelirium – jedenfalls habe ich mich direkt pudelwohl gefühlt (ziemlich subtiler Witz – darum sei hiermit noch einmal darauf hingewiesen).

Nach dem Beziehen unserer King Size Suite mit integriertem Discoeffekt, den böse Zungen wohl als kaputte Glühlampe bezeichnen würden, eroberten wir mit @oOtrinityOo und @nachvollziehbar das Dresdner Nachtleben.

Dresden bot uns eine faszinierende Altstadt, die man zum Glück auch sitzend mit einem Kaffee in der Hand vollständig entdecken kann, einen Sieg der Schweiz über Sachsen und mir persönlich eine Schokoladenphobie.

Falls es bisher so klang, als hätten wir es hier mit einem Erholungsurlaub zu tun, muss ich dieses Missverständnis kurz aufklären. Ein hartes Programm lag vor uns und wir wurden jeden Morgen 5:30 (Ich hafte nicht für die Richtigkeit dieser Angaben) von einem übermotivierten @souslik und einer eigens engagierten Jazzband (Ich hafte nicht für die Richtigkeit dieser Angaben) geweckt.

Nach Dresden kam, was kommen musste: Berlin – Twitterhochburg und eine Reisestation, die wohl ganze Bücher, nein Bibliotheken füllen könnte. Die wundervolle @bunterkneten bestellte Twitter in die Margarete F. und wir erschienen zahlreich. So zahlreich, dass jede Hotelrezeption es als „Messe“ bezeichnete und einfach kein Zimmer mehr für uns hatte. Auf der Suche nach einer schönen Brücke, die uns 2 Nächte beherbergen würde, fanden wir dann aber doch noch ein Zimmer in exklusiver Lage.

What happens in Berlin, stays ja bekanntlich in Berlin aber es sei an dieser Stelle auf das Blog von Bruno und Markus verwiesen. Nähere Informationen wird euch dank großzügiger Schweigegeldzahlungen niemand geben können.  Mit Tränen in den Augen verabschiedeten wir uns von Berlin, der Kommune Grete und allem was dazu gehört, um nach..nach…also, es gibt Dinge, die euch wirklich nichts angehen!

Jedenfalls erreichten wir irgendwann Hamburg. Was uns dort erwartete, ist ja wohl klar: Eine Messe, jede Menge Regen und kein freies Hotelzimmer – jedenfalls keines ohne im Preis inbegriffene Geschlechtskrankheiten. Was uns aber auch erwartete: @hf_sports und @schlachtzeile, eine riesige Portion Pasta (Vielen Dank, Herr Schlachti!) und am Ende des Tages doch noch ein recht geräumiges Hotelzimmer mit einem ballsaalgroßen Badezimmer voller Ninjas im Duschvorhang – aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Lieber Bruno, lieber Markus,

vielen Dank für die tolle Reise. Ich habe euch wirklich in mein kleines Katzenherz geschlossen und hoffe, dass wir diese skurrile „Echtes Leben“-Sache mal wiederholen. Habt noch eine tolle Reise, kommt gesund zuhause an und bucht einen Flug nach Hamburg.

Jede Menge kleinerdrei,

Sushi

(Auch auf die Gefahr hin, dass ich mir mein Image verderbe, möchte ich mich auch bei allen hier nicht genannten bedanken, die dieses Wochenende zu einer großartigen Erfahrung gemacht haben. Ich würde euch alle auch im echten Leben faven.)

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Eine Antwort to “Sushi On Board”

  1. Christoph 12/13/2011 um 12:43 AM #

    Schön, dass alle Twitterer eingeladen wurden, aber mich hat man vergessen. Das ist sittenwidrig.

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